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Hans
Theys
Under the sea!
BEDRICH EISENHOET AN ALLE STÜMPER, UNVERSCHÄMTEN ROTZNASEN UND FRÖHLICHEN
SOLDATEN (UND AN MATHIAS PICO IM BESONDERN).
Seid gegrüßt! Von einer unschein-baren Insel im indischen Ozean grüßt Euch
Bedrich Eisenhoet, die zahnlose Hornisse von Grimbergen. Seid gegrüßt! Ich kann
nicht schwimmen, aber ich schnorchele hier zwischen den Haien herum und steige
jeden Tag zum Meeresgrund hinab, mit Gewichten an meinen Taucher-stiefeln und
mit einem Haufen Blei in den Taschen. Diese Hütte stinkt und morgens klebt mein
Rücken an der von Feuchtigkeit juckenden Matraze, aber ich rieche es nicht und
es ist mir egal, den der Portuguese Man of War ist eine Tatsache! Yambo! Fürchte
dich nicht, wenn sich der Helm plötzlich mit Wasser füllt, denn der weiche
Gummirand an der Unterseite biegt sich bei Unterdruck nach innen und bei
Öberdruck nach außen, sodaß man bloß stark pumpen muß, wenn Wasser
hineinschwappt. Yambo! Je tiefer du tauchst, desto größer wird der Druck und
desto fester mußt du pumpen, bis du nicht mehr kannst, bis du es selbst mit zwei
Armen nicht mehr schaffst, bis du auf einmal schnell nach oben klettern
möchtest, ohne Luft, was dir natürlich nicht gelingt, denn das gegen die Felsen
zurück-stromende Wasser, treibt dich immer wieder zurück, weil gerade Flut ist,
sodaß du glaubst, du wärest schon am Ziel, dabei sind noch immer zwei Meter
Wasser über deinem Kopf. Yambo! Einige Gummiringe und die Finger eines
Küchenhandschuhs un eine Achse herum: kein Wasser mehr in der Pumpe! Nur noch
ein bißchen Kondensat im Helm! Schnelle Abhilfe schafft der Boden einer
Konserven-dose! Ein neuer eiserner Ring für die Schnürchen, womit der Helm am
Bleigürtel befestigt ist und zwei Ohrenklappen für den Helm, weil er auch
weiterhin hinwegschwebt!
Das heißt: auf dem Meeresboden herumspazieren! Ohne komplizierte Instrumente der
Alten zeit! Chabaritsj! Heute tanzen wir auf dem Körallen-riff, morgen im All!
10 Juni 1990 |